Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ist dabei, das revidierte Radio- und Fernsehgesetz (RTVG 2006) anzuwenden. In diesem Zusammenhang müssen die SRG, aber auch die neu konzessionierten privaten Radio- und Fernsehveranstalter erstmals Qualitätssysteme einführen. Die Beschaffenheit dieser Systeme ist noch nicht bis ins letzte Detail ausformuliert. Der Zeitpunkt für einen "Runden Tisch" über die Qualitätsfrage scheint uns gerade jetzt richtig. Denn es geht nicht nur um den Inhalt von Sendungen, sondern auch darum, wie sich Veranstalter der elektronischen Medien organisieren, um die in der Konzession definierten Leistungen zu erbringen.
Die Bewertung der Medieninhalte ist stark von subjektiven Faktoren kultureller, sozialer und politischer Art geprägt. Sie unterscheiden sich rund um die Welt. Ganz anders die Praxis der Organisation und Führung von Unternehmen der elektronischen Medien: Hier haben sich bewährte Grundsätze herausgebildet. Das lässt sich den Ergebnissen einer Reihe von workshops entnehmen, die in den verschiedensten Weltgegenden stattgefunden haben. Es geht um die Normen ISAS BC 9001 (elektronische Medien), denen sich 2005 die Normen ISAS P 9001 (für Printmedien) zugesellten.
Diese beiden Normenkataloge stützen sich auf den bekannten, in manchen Industrien bewährten Qualitätsstandard ISO 9001. Er ist angereichert mit medienbezogenen Qualitätselementen, die in gewissem Sinne indirekt der Produktion überzeugender Medieninhalte dienen. Unter anderem geht es darum, die Erwartungen der jeweiligen Publika richtig zu erfassen, die Erträge aus der produktenahen Werbung zu optimieren, Produktions- und Verteilungsprobleme zu lösen, Herstellungskosten im Griff zu haben, technologischen Fortschritt einzubauen, die Wahrhaftigkeit der Quellen und die Urheberrechte wie auch den Persönlichkeitsschutz zu respektieren.
Wir laden Sie ein, diese Aspekte am Nachmittag des 5. Februar 2008 zu diskutieren. Der hiemit angesagte Runde Tisch hat folgende Ziele:
1. Die Umrisse und Begriffe der medialen Qualitätssicherung zu präzisieren und von Berufsleuten entwickelte zielführende Normen zu präsentieren
2. Kosten und Nutzen der Umsetzung eines Qualitätssystems abzuschätzen – gerade auch für lokale und weniger kapitalkräftige Medienunternehmen
3. Vertretern jener Medien das Wort zu erteilen, die bereits mitten in Qualitätsanalysen stehen, und ihre Erfahrungen mit dem Konzept zu vergleichen, das Certimedia entwickelt hat – die auf Medien fokussierte Abteilung des Unternehmens Challenge Optimum (Genf).
Dr. Magali Modoux,
Verantwortliche für Certimedia
magali.modoux@optimum.ch
www.certimedia.org
Die Diskussion wird am Donnerstag dem 5. Februar 2009 vom 16 Uhr bis 18 Uhr in Zürich, Hotel Krone stattfinden.
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Programm (zu bestätigen):
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| 16 Uhr |
Empfang der Gäste |
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| 16h05 |
Einführung zum Thema
Challenge Optimum SA |
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| 16h15
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Qualität nach Bakom Ansicht
Marcel Regnotto, Bakom
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| 16h30
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Wie kann man die Medien Qualität messen?
Die ISAS BC 9001 Norme
Peter Studer, Medien und Gesellschaft Stiftung |
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| 16h45 |
Quality Management: Einführung bei Radio-Freiburg
Karl Ehrler, Radio Freiburg |
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| 17 Uhr |
Qualitätssicherung in der Praxis bei Radio 24
Gerry Borer, Radio 24 |
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| 17h15 |
Die Qualität einschätzen
Magali Modoux, Certimedia (Challenge Optimum SA)
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| 17h30
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Aperitif und Snacks ...
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